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Dr. Hanna Rheinz, Initiative jüdischer Tierschutz

An alle Menschen, die sich für die Abschaffung der Jagd einsetzen!

Sehr geehrter Herr Eicher,

im Namen der Initiative Jüdischer Tierschutz möchte ich Ihnen für die Demonstrationen zur Abschaffung der Jagd viel Erfolg und Breitenwirkung wünschen!

Leider kann ich selbst nicht anwesend sein, doch möchte ich Ihnen versichern, daß auch die jüdischen Bürger und Bürgerinnen dieses Landes an Ihrer Seite stehen.
Warum das so ist liegt auf der Hand:
das Jüdische Religionsgesetz verbietet die Jagd, weil sie dem Tatbestand der Tierquälerei und der Grausamkeit entspricht und daher weder mit der jüdischen Ethik noch mit dem bereits in talmudischen Zeiten formulierten Jüdischen Tierschutzgesetz in Einklang steht.
Jüdische Menschen, die sich dieser uralten Tradition bewußt sind, standen seit je auf Seiten des aktiven Tierschutzes!
Das Verbot zu töten, bezieht sich nach jüdischer Tradition auch auf die Tiere, denn Tiere haben Seele und Empfindungen.
Das Verbot zu töten ist stets präsent in den komplizierten, mit vielen Auflagen verbundenen Regeln des Schächtens, bei dem nicht nur handwerkliche, sondern auch ethische und spirituelle Faktoren im Mittelpunkt stehen.
Unter den modernen Zucht, Transport und Massenschlachtbedingungen können dieses Gebote des schonendsten Töten nicht mehr erfüllt werden. Das betäubungslose Schächten ist daher nicht mehr mit dem jüdischen Tierschutz vereinbar.

Das Verbot der Jagd ist bis zum heutigen Tag ein Ausdruck für die Heiligkeit aller Lebewesen. Leider ist dieses Wissen auch in jüdischen Kreisen weitgehend verloren gegangen und wird vielfach abgewehrt und verleugnet. Daher ist es unbedingt nötig, daran zu erinnern, daß die Jagd aus jüdischer Sicht Zeichen einer Fehlentwicklung und einer zutiefst lebensfeindlichen Haltung ist, der wir entgegen steuern müssen.

Die Gewalt, die Menschen Tieren gegenüber ausüben, hat die Zivilisation auf den Irrweg von Krieg, Völkermord, Alltagsgewalt, Seelentod und Verrohung geführt.

Ich fordere daher alle anwesenden Politiker und Politikerinnen auf, endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß das wahre Erbe des Abendlandes erkannt und umgesetzt wird:
Wir alle müssen die Haltung des Ausmerzens und Vernichtens beenden, wir müssen die Selektion von Lebewesen in lebenswerte - auf Zeit - und lebensunwerte, zum Abschuß freigegebene "Wildtiere" beenden. Wir dürfen die Gewalt und das Gemetzel, das in unseren Wäldern stattfindet nicht länger erdulden.
Auch der Deutsche Tierschutzbund, zu dessen Funktionären Jagdbefürworter gehören, ist aufgefordert, die Augen nicht länger vor diesen Greueln in unseren Wäldern zu verschließen!

mit freundlichen Grüßen
Dr. Hanna Rheinz


Initiative Jüdischer Tierschutz
Dr. Hanna Rheinz
Schießstattweg 19
82362 Weilheim
Tel. 0881-9275951
emal HannaRheinz @ aol.co
www.tierimjudentum.de



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