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9.12.06: 62. Demo »Natur ohne Jagd«




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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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Pressemeldung: Opfer deutscher Jäger 2006

5 Mio. Tiere und fast 40 tote Menschen

Jetzt schon über 30 Tote durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland, obwohl das Jahr noch nicht vorbei ist. Und der Monat Dezember liegt mitten in der Jagdsaison – so starben kurz vor Silvester 2005 vier Jäger durch die Kugel ihrer Jagdgenossen.

Seit dem Jahr 2001 dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Opfer von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. In den letzten Jahren zählten die Tierschützer allein in Deutschland jährlich um die 40 Menschen, die durch Jäger und Jägerwaffen getötet wurden. „Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste“ berichtet Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.
„Wir können nur die Fälle dokumentieren, die uns in Form von Zeitungsartikeln vorliegen“, erklärt Kurt Eicher. „Die Jäger zählen nur die toten Wildtiere – das sind jedes Jahr über 5 Millionen. Wir sind vermutlich die einzigen, die über die toten und verletzten Menschen Statistik führen.“ In der Statistik der Jagdgegner finden sich „klassische“ Jagdunfälle - ein Jäger erschießt aus Versehen einen anderen Jäger oder den Treiber. Doch was besonders schockierend ist: Immer häufiger trifft es die Familie eines Jägers, die Ehefrau, die Kinder, den Schwager. Dann ist in der Zeitung von einer „Familientragödie“ zu lesen: „Jäger erschießt Ehefrau und Kinder“. Unvergessen ist auch der Fall der kleinen Nancy, die im Januar 2006 von ihrer Schwester erschossen wurde – vermutlich im Spiel mit Vaters Jagdwaffe. Und nachdem im November 2005 ein Jäger in einem Wirtshaus Amok gelaufen war (1 Toter, 6 z.T. schwer Verletzte), erschütterte im November 2006 der Amoklauf von Emsdetten die Nation, als 37 Menschen z.T. schwer verletzt wurden – der 18jährige Amokläufe war jahrelang mit seinem Vater auf die Jagd gegangen, die Tatwaffen hatte er im Internet über eine Jägerbörse gekauft. Übrigens hatte auch der Amokläufer von Erfurt, der vor viereinhalb Jahren ein Schulmassaker mit 17 Toten anrichtete, seine Waffe bei einem Jagdausrüster gekauft.
mehr dazu: http://www.abschaffung-der-jagd.de/opfer/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelleundstraftaten2006/index.html
Demonstration vom Berliner Dom bis vors Brandenburger Tor: »Natur ohne Jagd!«

„Wir brauchen keine Jäger, die als Hobby und Freizeitvergnügen Tiere tot schießen. Wissenschaftliche Studien beweisen: Die Natur reguliert sich selbst. In den unbejagten Gebieten in Europa sind Tiere und Natur im Gleichgewicht“, weiß der Biologe Eicher. Dass die wahre Motivation der Jäger die „Lust am Töten“ und „Freude am Beute machen“ ist, wird in den einschlägigen Jagdzeitschriften inzwischen offen zugegeben. Dies sei mit dem Staatsziel Tierschutz, das seit 2002 im Grundgesetz verankert ist, nicht vereinbar.
Aus diesem Grund demonstrierten am 9. Dezember Tier- und Naturschützer in der Hauptstadt für eine Natur ohne Jagd – zum 62. Mal in Folge. Der Demonstrationszug führte vom Berliner Dom über »Unter den Linden« bis vor das Brandenburger Tor.



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Bilder von der 62. Anti-Jagd-Demo



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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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Bild: Bodo Friesecke, Arbeiterfotografie 



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6.1.07: 63. Anti-Jagd-Demo / 4.11. in Berlin: »Schluss mit Hubertusmessen!«