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8.9.07: 71. Anti-Jagd-Demo in Berlin

Kurt Eicher begrüßt die Jagdgegnerinnen und Jagdgegner:

aus Berlin:
- baff - Berliner Anti-Fleisch Federation
- Vier Pfoten aus Berlin
- ASATRU Berlin - Gegen Schächtung, Jagd und Versuche an Tieren
- BAT - Berliner Artenschutz-Team
- Naturan-Gesellschaft für firedfertige Lebensweisen
- Tierversuchsgegner aus Berlin-Brandenburg

aus ganz Deutschland sind angereist:
- Mitsteiterinnen und Mitstreiter der Allianz für Tierrechte
- Das Vogelschutzkomitee mit seinem Präsidenten Dr. Eberhard Schneider
- Die internationale Tierrechtsorganisation PETA
- animal public
- Verein Natur ohne Jagd e.V.
- Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.
- Unabhängige Tierschutzunion Deutschlands
- Tierversuchsgegner Heilbronn
- Heimat für Tiere e.V.
- Tierschutzverein Heppenheim und Umgebung e.V.
- Initiative tierversuchsfreie Medizin

Wir begrüßen angereiste Gruppen von Jagdgegnern aus Deutschland:
Hamburg
Minden
Göttingen
Kassel
Frankfurt
Marburg
Würzburg
Heilbronn
Stuttgart
Saarbrücken

aus Spanien:
Jagdgegner aus Barcelona

Grüße und Unterstützung aus Polen kommen von
Ökologische Bewegung Green Angels
Die Polnische VIVA! Initiative zugunsten der Schlachttieren aus Warschau
Der Verlag der Vegetarier und Naturfreunden Vegetarische Welt aus Warschau
Der Verlag der Ökologen Grüne Brigaden aus Krakau  
Kurt Eicher stellt die Forderungen für die Novellierung der Landesjagdgesetze vor.

Das Bundesland Berlin ist in Tierschutzanliegen bekanntlich Vorreiter: Seit 2003 ist – als einzigem Bundesland! - die Verwendung von so genannten Totschlagfallen gesetzlich verboten, seit Frühjahr 2007 sind Vögel, Hasen und kleine Beutegreifer sind ganzjährig unter Schutz gestellt. Und Jäger müssen seit 2006 regelmäßig Nachweise über ihre Schießleistung erbringen, damit die Tiere nicht durch die vielen Fehlschüsse unnötig leiden müssen.

Nachdem sich Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer gegen eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes ausgesprochen hat, liegt es nun an den Ländern, für eine zeitgemäßere Jagdgesetzgebung zu sorgen: Die Föderalismusreform gestattet es nämlich den einzelnen Bundesländern, vom Bundesjagdgesetz abweichende Regelungen für das Jagdwesen zu treffen. Und dies ist dringend erforderlich, geht doch das Bundesjagdgesetz doch zurück auf das Reichsjagdgesetz, das Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister, 1934 erlassen hat. In den westlichen Ländern der Bundesrepublik wurden zwischen 1949 und 1950 Landesjagdgesetze erlassen, die in ihren Grundzügen wesentlich dem Reichsjagdgesetz der Nationalsozialisten entsprachen; das jagdliche Brauchtum und die Trophäenorientierung wurde nicht einmal ansatzweise verändert. »In deutschen Wäldern und Fluren gelten also nicht moderne Maßstäbe von Natur- und Tierschutz, sondern Jagdtraditionen aus der Hitler-Zeit; und diese haben im 21. Jahrhundert nun wirklich nichts mehr verloren!«, kritisiert Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Die weitreichende Zerstörung von Lebensräumen, das weltweite Artensterben sowie ein gewachsenes Bewusstsein in der Bevölkerung für Tier- und Naturschutz fordern andere Gesetze als noch vor 50 oder gar 70 Jahren.

Die große Mehrheit der Deutschen steht der Jagd kritisch gegenüber, immer mehr Bürger fordern die Abschaffung der Jagd. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger treten in repräsentativen Umfragen für ein Verbot der Jagd auf wildlebende Tiere als Freizeitsport (Hobbyjagd), für eine Begrenzung der Jagd zugunsten des Tierschutzes, für ein Verbot der Jagd auf Zugvögel, für ein Verbot des Haustierabschusses, für ein Verbot von Totschlagfallen sowie für eine Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften ein: jeder Grundeigentümer soll selbst entscheiden dürfen, ob Jäger auf seinen Ländereien jagen dürfen oder nicht. (Quellen: GEWIS-Institut 1996; GEWIS-Insitut 2002; EMNID-Institut 2003, EMNID-Institut 2004)
 
Großes Medieninteresse bei Presse und TV 
Performance: "Alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand" 
Julia Brunke, Redaktion des Magazins "Freiheit für Tiere" weist darauf hin: "Jäger schießen auf Wildtiere, Haustiere - und auf Menschen!"

Am 5.9.2007 war in der Heidenheimer Zeitung ein Artikel zum Thema Waffenrecht erschienen: "Kleinliche Debatte um große Kaliber".
Die Sprecherin des Deutschen Jagdschutzverbandes Anke Nuy verbreitete hier nicht nur Jägerlatein, sondern - gelinde gesagt - die Unwahrheit: Sie behauptete, Jäger und Jagdwaffen wären keine Gefahr und es hätte im vergangenen Jahr nur einen Todesfall mit einer Jagdwaffe gegeben.

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd dokumentiert seit Jahren Jagdunfälle und Strafttaten mit Jägerwaffen - und kommt jährlich auf etwa 40 (!!!) Tote durch Jäger und Jägerwaffen allein in Deutschland!

Schauen wir uns nur einmal die Schlagzeilen der letzten Monate an:
2.9.07: Ein Jäger verletzte seine Ex-Freundin lebensgefährlich. Ursache war ein Beziehungsstreit.
7.8.07: Jäger wurde wegen Doppelmord zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt - er hatte mit dem Jagadrevolver auf Familienangehörige geschossen.
1.8.07: Jäger schoss Frau in Bauch - Lebensgefahr
30.7.07: Jägerin erschießt sich selbst (Dreieckstragödie unter Jägern auf Jägerparty)
19.7.07: Jäger erschießt aus Versehen seine kleine Tochter.
18.7.07: Volksmusiker erschießt sich mit Jagdgewehr
6.6.07: Jäger drohte, eigene Mutter zu erschießen
20.5.07: Jäger am Hochsitz erschossen
14.5.07: Jungjäger mit Kopfschuss tot gefunden
10.5.07: Fehlschuss tötete Jäger
30.4.07: Versehendlich beinahe Nachbarn erschossen
2.4.07: Jäger erschießt Ehefrau
27.3.07: Jäger erschießt Ehefrau und richtet sich selbst
24.3.07: Jäger erschoss Jäger - 1000 Euro Strafe
usw. usw.
Mehr:
Opfer 2007: http://www.abschaffung-der-jagd.de/opfer/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelleundstraftaten2007/index.html
Opfer 2006: http://www.abschaffung-der-jagd.de/opfer/menschenalsjaegeropfer/jagdunfaelleundstraftaten2006/index.html

Fast 20 Tote sind es alleine schon in diesem Jahr - und der Herbst mit den vielen Treibjagden, wo es so häufig zu Jagdunfällen kommt, steht erst noch bevor! Es wird höchste Zeit, dass nicht nur das Waffenrecht für Jäger verschärft wird, sondern die Hobbyjagd an sich verboten wird! Hobbyjagd gefährdet das Leben von Menschen - und das Töten von Tieren als Freizeitbeschäftigung ist nicht mehr zwitgemäß und widerspricht zudem dem Staatsziel "Tierschutz", das seit 2002 in der deutschen Verfassung verankert ist!  
Leckere Vegi-Burger - garantiert ohne Gammelfleisch! 
Tierärztin Ina Lautenschläger berichtet Fälle aus ihrer Praxis: Immer wieder werden Haustiere Opfer von Jägern. Jährlich sind es etwa 300.000 Hauskatzen und 35.000 Hunde. Dazu kommen Ponys auf der Weide, zahme Hängebauchschweine oder Zierenten...  
Dr. Eberhard Schneider, Präsident des Vogelschutzkomitee e.V., berichtet über die grausame Vogeljagd in Südeuropa.

Seit Anfang des Jahres laufen Prozesse, Strafen wurden verhängt, die Staatsanwaltschaft lässt nicht locker.

Nun haben aber die "Lobbyisten" der Vogelfänger (das dürften in der ganzen Provinz ca. 700 - 800 "Aktive" sein) die Provinzregierung in Barcelona dazu gebracht, mit einem "Decret" die nach nationalem (spanischem) wie europäischem Recht (so der obOberst gerichtshof Spaniens, so der EugH) unzulässige Fangmethode mit den Leimruten für "legal" zu erklären. Es läuft derzeit eine öffentliche Anhörung zu diesem "Decret".
Dazu hat VsK-Vogelschutzkomitee in seiner Eigenschaft als dortiger Grundeigentümer (Projekt: "10.000 Olivenbäume für den Vogelschutz") bereits eine Stellungnahme abgegeben (in engl. Version auf unserer website). Gemeinsam mit den spanischen Kollegen von GEPEC (in Reus) und Birdlife Spain (Ebrodelta) wurde ein öffentlicher Aufruf zum Protest gegen das geplante Decret in´s Internet gestellt (links s. weiter unten).

Leider ist z. Zt. die Präsentation von Birdlife (seo) noch nicht verfügbar und bei GEPEC funktioniert die Abstimmung im Moment nur in der katalanischen Version. Aber die engl. und deutsche Übersetzung dazu kann gegf. zum Nachlesen aufgerufen werden, so dass man abstimmen kann - auch auf katalanisch!

Das VsK-Vogelschutzkomitee hat allein am letzten Wochende bei Fledermausfest auf der Zitadelle in Berlin Spandau gut 200 Unterschriften dazu gesammelt, die nun auch eingegeben werden.

- Ich bitte alle, diese Kampagne zu unterstützen! Geben Sie selbst die Stimme ab gegen das Dekret, damit gegen die Leimrutenjagd (resp. die allenfalls nur in diesem Jahr wirksame Fortführung, denn die Staatsanwaltschaft wird es nicht hinnehmen und nach in Kraft treten des Decrets, rechtliche Schritte dagegen unternehmen - das wurde mir vorletzte Woche von der Umweltkoordinatorin in Tarragona versichert!).
Wenn es aber erst gar nicht zu dem rechtswidrigen Dekret kommt, ist das "Aus" der Leimrutenjagd besiegelt. - Dann wird jeder, den wir bei unserer Kampagne im Oktober dingfest machen bei Stecken der Leimruten, sofort sein Strafverfahren bekommen.

Wollen Sie helfen, das zu verhindern?

Die Regierung der spanischen Provinz Katalonien beabsichtigt, durch Erlass einer neuen Rechtsvorschrift die Vogeljagd unter Verwendung von Leimruten zuzulassen.
Bitte, unterstützen Sie unsere Kampagne! Stimmen Sie für die Vögel und geben Sie Ihr Votum gegen die Verabschiedung des geplanten Dekrets. Informieren Sie auch Ihre Freunde und Bekannten, damit auch jene gegen das Dekret stimmen können.
Denn unsere Vögel sind auch Ihre Vögel!
Sie können direkt auf den Webseiten unserer spanischen Partnerorganisation Ihr Votum einreichen:
www.gepec.org/barraca-i-filat ODER www.seo.org

 
Interview mit Kurt Eicher für die "BZ" 
Karin Hutter protestiert in ihrer Rede gegen die illegalen Wolfabschüsse in der Lausitz 
Peter Jennrich, Facharzt für Allgemeinmedizin, berichtet über die gesundheitlichen Gefahren, die von Bleischrot als Jägermunition ausgehen - jedes Jahr vergiften deutsche Jäger die Umwelt mit ca. 5.000 Tonnen Blei! 


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6.10.07 in Hamburg: 6 Jahre Anti-Jagd-Demo! / 20.8.07: Demonstration vor Landgericht in München