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7.6.08: 80. Anti-Jagd-Demo in Mainz




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80. bundesweite Demonstration »Natur ohne Jagd« in Mainz

»Schafft die Jagd ab!« Am 7. Juni gingen mehrere hundert Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland in Mainz für eine Natur ohne Jagd auf die Straße – zum 80. Mal in Folge. »Die Zeiten sollten vorbei sein, in denen `Jäger aus Kurpfalz´ das Wild schießen dürfen, wie es ihnen gefällt!«, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. »Es vergeht derzeit keine Woche, in der nicht ein Jagd-Skandal in Rheinland-Pfalz öffentlich gemacht wird«, so Eicher weiter. »`Gar lustig ist die Jägerei´ - wie es im Lied `Ein Jäger aus Kurpfalz´ heißt - allenfalls für die Jäger. Für die Tiere ist die Jagd grausame Quälerei!«

Auch die Mehrheit der Deutschen findet die Jagd gar nicht lustig, wie repräsentative Umfragen der letzten Jahre immer wieder eindrücklich belegen.

Um den Ruf nach einem tierfreundlichen Landesjagdgesetz nachdrücklich zu unterstützen, fandet die 80. bundesweite Anti-Jagd-Demo in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt statt - mit Vertretern von über 20 Tier- und Naturschutzorganisationen aus allen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Ausland.

Pressemeldung

Redebeitrag Prof. Dr. Karnowsky von P.A.K.T - Politischer Arbeitskreis Tierrecht ein Europa



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Demonstrationszug "Natur ohne Jagd" durch Mainz

Start der 80. bundesweiten Demonstration "Natur ohne Jagd" am Mainzer Hauptbahnhof 
Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 80. bundesweiten Demonstration "Natur ohne Jagd":

Tier- und Naturschutzorganisationen
- Die internationale Tierrechtsorganisation PETA
- Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Allianz für Tierrechte
- Pro jure animalis aus der Pfalz
- Verein Natur ohne Jagd e.V.
- Das Vogelschutzkomitee e.V.
- P.A.K.T. - Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa e.V.
- Hans Rönn-Stiftung Menschen für Tiere
- Vegetarierbund Deutschland, Regionalgruppe Freiburg
- Heimat für Tiere e.V.
- Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade - Unabhängige Tierschutzunion Deutschlands
- Tierversuchsgegner Heilbronn
- Initiative tierversuchsfreie Medizin
u.a.

Aus der Schweiz:
- Der Tierschutzbund Innerschweiz


Aus ganz Deutschland reisten Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Initiative zur Abschaffung der Jagd nach Mainz:

Frankfurt
Wiesbaden
Darmstadt
Mannheim
Rülzheim
Landau
Weingarten
Deidesheim
Heppenheim
Würzburg
Neustadt
Bamberg
Lichtenfels
Stuttgart
Mannheim
Heilbronn
Saarbrücken
Saarlouis
Freiburg
München
Dortmund
Köln
Göttingen
Berlin

Aus dem benachbarten Ausland waren vertreten:
Jagdgegner aus Luxemburg

Jagdgegner aus der Schweiz:
Bern
Aarau
Basel
Zürich  


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Kundgebung auf dem Neubrunnenplatz

Kurt Eicher begrüßt die Jagdgegnerinnen und Jagdgegner aus allen Teilen Deutschlands, aus Luxemburg und der Schweiz. 
Die Steinzeit ist vorbei!
Julia Brunke, Redaktion „Freiheit für Tiere“


Die Jäger behaupten, Jagd habe es immer gegeben, der Mensch sei „Jäger und Sammler“. Außerdem müsse der Jäger die Tiere und die Natur regulieren.

Die Zeit der „Jäger und Sammler“ ist jedoch lange vorbei! In der Steinzeit sind die Menschen auf die Jagd gegangen, weil sie Hunger hatten. Doch die Steinzeit ist seit einigen tausend Jahren vorbei. - Heute geht keiner mehr auf die Jagd, weil er Hunger hat. Jagd ist in unserer Zeit ein Hobby, eine Freizeitbeschäftigung. Jäger gehen schießen Tiere vor oder nach der Arbeit und am Wochenende, so wie andere Leute Rad fahren oder zum Kegeln gehen. Die allermeisten Jäger in Deutschland – aber auch in den anderen Ländern Europas – sind Hobbyjäger.

Moderne Wissenschaftler, Ökologen und Biologen, weisen seit Jahren darauf hin, dass die Jagd für das ökologische Gleichgewicht, das Gleichgewicht zwischen Tieren und Natur, keineswegs erforderlich ist - auch nicht in der so genannten Kulturlandschaft, die uns heute umgibt. Jagd ist nicht nur unnötig - sie führt überdies sogar zu einer Gefährdung von Tierbeständen und ihren Lebensräumen! Der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf, von der Zoologischen Staatssammlung München, der auch an beiden Münchner Universitäten lehrt, kommt zu dem Ergebnis, dass die Jagd – nach dem „Artenfeind Nr. 1“, der industriellen Landwirtschaft - der „Artenfeind Nr. 2“ ist.

In ihren Jagdzeitschriften geben Jäger offen zu: Jagd nicht notwendig. – Der wahre Grund für die Jagd ist die „Lust am Töten“ und die „Freude am Beutemachen“. So wird in der Jägerzeitschrift WILD UND HUND in einem Artikel über die Doktorarbeit eines Jägers berichtet. Unter der Überschrift »Keine Angst vor der Lust« ist zu lesen:
»Beim Erlegen des Wildes erleben Jäger einen Kick und zu dem sollten sie sich bekennen... So ist also die häufig kritisierte ‚Lust am Töten' nichts anderes als ein ‚hingebungsvolles Streben nach Überwindung des Todes durch Naturbeherrschung'... Den emotionalen Höhepunkt seiner Jagd, den Kick, erlebt der Jäger immer dann, wenn er den todbringenden Schuss auslöst...«

Ein emotionaler Höhepunkt, ein „Kick“ beim Töten eines Lebewesens? - Für jeden normalen denkenden Menschen im 21. Jahrhundert - und erst recht für jeden Tierfreund - hört sich so etwas abartig und pervers an. Doch für die Wildtiere in unseren Wäldern und Feldern ist die Jagd leider blutige Realität. Was sind die Folgen dieser „Lust am Töten“ ?

Sehen wir uns dazu die Performance an: „Eine Minute in der deutschen Natur – alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.“  
Performance: "Alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand!" 
Jäger schießen auf Wildtiere, Haustiere und Menschen

Jäger schießen auf Wildtiere.In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere mit Kugel oder Blei erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet.

5 Millionen Tiere jedes Jahr,
13.700 jeden Tag,
570 pro Stunde,
fast 10 Tiere pro Minute
= alle 6 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier durch Jägerhand.

über 1 Millionen Rehe
fast 800.000 Wildtauben
650.000 Füchse
600.000 Wildenten,
500.000 Hasen
über 400.000 Wildschweine
300.000 Fasane
sowie Wildkaninchen, Hirsche, Damwild, Marder, Dachse, Wildgänse, Waschbären,...

Jäger schießen auf Haustiere
Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und 30.000 - 40.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen.

Jäger schießen auf Menschen
Jedes Jahr um die 40 Tote durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste.
Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder.
Den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisberges ist.
Seit dem Jahr 2001 dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Opfer von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. In der Statistik finden sich „klassische“ Jagdunfälle - ein Jäger erschießt aus Versehen einen anderen Jäger oder den Treiber. Doch was besonders schockierend ist: Immer häufiger trifft es die Familie eines Jägers, die Ehefrau, die Kinder, den Schwager. Dann ist in der Zeitung von einer „Familientragödie“ zu lesen: „Jäger erschießt Ehefrau und Kinder“. 
Margrith Kurmann überbringt die Grüße und die Unterstüzungsbotschaft der Tierfreunde aus der Schweiz  
Willi Schuppert, Dr. Bettina Volpe und Dr. Günter Bleibohm von Pro jure animalis decken seit Jahren so genannte Fütterungsmissbräuche durch Jäger in Rheinland Pfalz auf und bringen diese mit großem Erfolg zur Anzeige. Dies passt den Jägern natürlich überhaupt nicht...  
Leckere Vegi-Burger für alle Demo-Teilnehmer - garantiert ohne tote Tiere drin! 
Wie immer großer Andrang am Infostand 


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Dr. Eberhard Schneider, Präsident des Vogelschutzkomitee e.V. aus Göttingen/Niedersachsen berichtet uns heute über die Petition „Gänsefreunde sagen NEIN zur Jagd“, die an den Niedersächsischen Landtag übergeben wurde, den Aufruf „Rettet die Elbe und ihre Auen“, denn diese sind ein kostbarer Lebensraum nicht nur für Wasservögel.
Und es gibt Neues aus unserem Nachbarland Luxemburg zu berichten, wo ein neues Jagdgesetz in Vorbereitung ist.
Machen Sie mit: Unterzeichnen Sie die Online-Petition! 
Immer mehr Grundstückseigentümer möchten ihre Grundstücke nicht länger den Jägern zur Ausübung ihres blutigen Hobbys überlassen.
Dominik Storr, Rechtsanwalt, vertritt die Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade.
»Zwangsbejagung ade« ist ein Zusammenschluss von Grundeigentümern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die menschenrechtswidrige Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften abzuschaffen. Rechtsanwalt Storr vertritt mehrere unfreiwillige Jagdgenossen in gerichtlichen Verfahren. Inzwischen ist auch eine Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig. 
Prof. Dr. Wolfgang Karnowsky ist aus Nordrhein-Westfalen gekommen, um im Namen von P.A.K.T. - Politischer Arbeitskreis Tierrechte in Europa e.V., Düsseldorf, und der Hans Rönn-Stiftung „Menschen für Tiere“ hier auf unserer 80. bundesweiten Demonstration „Natur ohne Jagd“ zu sprechen – über den „Jäger aus Kurpfalz“, der das Wild gar lustig tot schießt - und über Jagdlobbyismus früher und heute.

Redebeitrag Prof. Dr. Karnowsky von P.A.K.T - Politischer Arbeitskreis Tierrecht ein Europa  
Willi Schuppert von Pro Iure Animalis bläst "Jagd aus!"  


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Bildergalerie / 3.5.08: 79. Anti-Jagd-Demo in Frankfurt