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3.5.08: 79. Anti-Jagd-Demo in Frankfurt




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Tierschützer fordern hessischen Landtag auf:
Naturschutz auch für Wildtiere!

Am 3. Mai gingen Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland in Frankfurt für eine Natur ohne Jagd auf die Straße. »In Hessen haben die Bürger bei der Wahl eindeutig gezeigt, dass man eine Wende will, die eine lebenswerte Existenz des Menschen in den Mittelpunkt stellt«, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Zu dieser lebenswerten Welt gehört auch eine artenreiche und intakte Natur. »Dieses Ziel kann aber nur dann umgesetzt werden, wenn die noch verbliebene Natur mit allen Pflanzen und Tieren komplett geschützt wird - und dies ist nur ohne Bejagung und selektive Tötung von Wildtieren durch Jäger möglich«, so Eicher. »Schützt unsere Natur, damit auch nachfolgende Generationen sich an ihr erfreuen und überleben können!«
Um den Ruf nach einem tierfreundlichen Landesjagdgesetz nachdrücklich zu unterstützen, fand die 79. bundesweite Anti-Jagd-Demo in der hessischen Metropole statt. Der Demonstratuonszug mit über 200 Teilnehmern zog vom Frankfurter Hauptbahnhof vor die Alte Oper.



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Grußwort Initiative jüdischer Tierschutz

An alle Menschen, die sich für die Abschaffung der Jagd einsetzen!

Sehr geehrter Herr Eicher,

im Namen der Initiative Jüdischer Tierschutz möchte ich Ihnen für die Demonstrationen zur Abschaffung der Jagd viel Erfolg und Breitenwirkung wünschen!

Leider kann ich selbst nicht anwesend sein, doch möchte ich Ihnen versichern, daß auch die jüdischen Bürger und Bürgerinnen dieses Landes an Ihrer Seite stehen.
Warum das so ist liegt auf der Hand:
das Jüdische Religionsgesetz verbietet die Jagd, weil sie dem Tatbestand der Tierquälerei und der Grausamkeit entspricht und daher weder mit der jüdischen Ethik noch mit dem bereits in talmudischen Zeiten formulierten Jüdischen Tierschutzgesetz in Einklang steht.
Jüdische Menschen, die sich dieser uralten Tradition bewußt sind, standen seit je auf Seiten des aktiven Tierschutzes!
Das Verbot zu töten, bezieht sich nach jüdischer Tradition auch auf die Tiere, denn Tiere haben Seele und Empfindungen.
Das Verbot zu töten ist stets präsent in den komplizierten, mit vielen Auflagen verbundenen Regeln des Schächtens, bei dem nicht nur handwerkliche, sondern auch ethische und spirituelle Faktoren im Mittelpunkt stehen.
Unter den modernen Zucht, Transport und Massenschlachtbedingungen können dieses Gebote des schonendsten Töten nicht mehr erfüllt werden. Das betäubungslose Schächten ist daher nicht mehr mit dem jüdischen Tierschutz vereinbar.

Das Verbot der Jagd ist bis zum heutigen Tag ein Ausdruck für die Heiligkeit aller Lebewesen. Leider ist dieses Wissen auch in jüdischen Kreisen weitgehend verloren gegangen und wird vielfach abgewehrt und verleugnet. Daher ist es unbedingt nötig, daran zu erinnern, daß die Jagd aus jüdischer Sicht Zeichen einer Fehlentwicklung und einer zutiefst lebensfeindlichen Haltung ist, der wir entgegen steuern müssen.

Die Gewalt, die Menschen Tieren gegenüber ausüben, hat die Zivilisation auf den Irrweg von Krieg, Völkermord, Alltagsgewalt, Seelentod und Verrohung geführt.

Ich fordere daher alle anwesenden Politiker und Politikerinnen auf, endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß das wahre Erbe des Abendlandes erkannt und umgesetzt wird:
Wir alle müssen die Haltung des Ausmerzens und Vernichtens beenden, wir müssen die Selektion von Lebewesen in lebenswerte - auf Zeit - und lebensunwerte, zum Abschuß freigegebene "Wildtiere" beenden. Wir dürfen die Gewalt und das Gemetzel, das in unseren Wäldern stattfindet nicht länger erdulden.
Auch der Deutsche Tierschutzbund, zu dessen Funktionären Jagdbefürworter gehören, ist aufgefordert, die Augen nicht länger vor diesen Greueln in unseren Wäldern zu verschließen!

mit freundlichen Grüßen
Dr. Hanna Rheinz


Initiative Jüdischer Tierschutz
Dr. Hanna Rheinz
Schießstattweg 19
82362 Weilheim
Tel. 0881-9275951
emal HannaRheinz @ aol.co
www.tierimjudentum.de



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Demonstrationszug durch die Frankfurter Innenstadt

Kurt Eicher begrüßt die teilnehmenden Tierschützer und Tierrechtsorganisationen vor dem Frankfurter Hauptbahnhof:

Tier- und Naturschutzorganisationen
- Die internationale Tierrechtsorganisation PETA
- Allianz für Tierrechte
- Verein Natur ohne Jagd e.V.
- Das Vogelschutzkomitee e.V. mit seinem Präsidenten Dr. Eberhard Schneider
- P.A.K.T. - Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa e.V.
- Hans Rönn-Stiftung Menschen für Tiere mit ihrem Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Karnowsky,
- Heimat für Tiere e.V.
- Bürgerbewegung Zwangsbejagung ade
- Tierschutzverein Heppenheim/Bergstraße
- Tierversuchsgegner Heilbronn
- Initiative tierversuchsfreie Medizin
- Pro Jure Animalis
- TUN – Tier- und Naturschutz e.V. aus Frankfurt
- Die Tierschutzpartei Mensch – Umwelt – Tierschutz
Aus der Schweiz:
Tierschutzbund Innerschweiz

Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Initiative zur Abschaffung aus ganz Deutschland:
Offenbach
Schwalbach
Friedberg
Rodenbach
Gelnhausen
Hanau
Horbach
Oberursel
Wiesbaden
Aschaffenburg
Marburg
Göttingen
Fulda
Würzburg
Erlangen
Bamberg
Mannheim
Karlruhe
Heilbronn
Stuttgart
München
Saarbrücken
Bad Vilbel
Düsseldorf
Oberhausen
Köln
Siegen
Dortmund
Berlin

Aus der Schweiz:
Aarau
Basel
Winterthur  


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Kundgebung vor der Alten Oper

In Hessen haben die Bürger bei der Wahl eindeutig gezeigt, dass man eine Wende will, die eine lebenswerte Existenz des Menschen in den Mittelpunkt stellt«, so Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. Zu dieser lebenswerten Welt gehört auch eine artenreiche und intakte Natur. »Dieses Ziel kann aber nur dann umgesetzt werden, wenn die noch verbliebene Natur mit allen Pflanzen und Tieren komplett geschützt wird - und dies ist nur ohne Bejagung und selektive Tötung von Wildtieren durch Jäger möglich«, so Eicher. »Schützt unsere Natur, damit auch nachfolgende Generationen sich an ihr erfreuen und überleben können!«
 
Die Schweizer Jagdgegner überbringen ein Grußwort und stimmen ein in die vielstimmige Forderung: "Schafft die Jagd ab!" 
Julia Brunke verliest das Grußwort der Initiative Jüdischer Tierschutz von Frau Dr. Hanna Rheinz  
Performance: "Eine Minute in der deutschen Natur: Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand" 
Julia Brunke, Redaktion der Zeitschrift "Freiheit für Tiere", entlarvt das Jägerlatein von "Hege und Pflege" und "Naturschutz". Jägeraussagen zum Auftakt der Bockjagd am 1. Mai zeigen die wahre Motivation für die Jagd: Die "Lust am Töten", die "Freude am Beutemachen" und das Streben nach dem "Kick" beim Schießen auf ein lebendes Tier.

Einige Zitate von Jägern zum Auftakt der Bockjagd am 1. Mai aus einem Internetforum:
»In 2 Tagen ist es soweit... ...ist es soweit, dann geht in den meisten Teilen die Bockjagd auf! Ich zähle schon die Stunden!«
»So, morgen gehts los !
Rehe sind genug da! (Wald und Naturverjüngung auch)
Reviereinrichtungen sind instandgesetzt!
Waffen funktionieren perfekt!
Trainiert hab ich auch!
Hausaufgaben sind also erledigt!
Und ich hab Urlaub!!!
Wünsche allen ein kräftiges Waidmannsheil und einen guten Start ins Jagdjahr!«
»Die Stunden die ich hier noch arbeiten muss hock ich auf einer Arschbacke ab und Morgen so gegen 5 Uhr gehts los.
Hab mir gestern die neue "Wild und Hund" und "Jäger" gekauft. Jetzt fühl ich mich wieder wie ein 4 Jähriger vor seinem Geburtstag!«
»Mir gehts genauso. Ich find den 1. Mai bald besser als Weihnachten und Ostern zusammen!«
»Endlich ist es soweit! Die "Saure-Gurken-Zeit" ist vorbei, wir haben den 1. Mai.«
»Na toll aber auch .... bin heute morgen bestens gelaunt ins Revier zum Ansitz an meiner besten Freifläche und was sehe ich: NICHTS - GAR NICHTS.
Aber was höre ich: 10 Schüsse in 2 1/2 Stunden rund um mich herum.
Wer weiß was ich fühle ????«
»Ich nicht!
Punkt 07:00 Uhr hats geklappt.
Schwacher Gabler, 15 kg.
Aber nur nicht den Mut verlieren, heut abend gibts ja auch noch ne Chance.
Also Waidmannsheil für heut Abend!«
»Dafür hat es heute abend geklappt, Knopfer 10 kg, hat gepasst!«
»Hat geklappt, gestern abend ein 2 - 4 Jähringer geringer Bock (Gabler ) erlegt. War noch grau. Habe noch einige Rehe gesehen, aber alle grau. Kitze noch im Bäuchlein. Heute morgen noch bei hellem Sonnenschein um 7:15 einen Keiler gemütlich auf einem Weg herum schlendern sehen. Schade, er war um die Ecke, als ich freie Schubahn hatte. Aber man sieht sich 2x im Leben..hihi...«

In der Jägerzeitschrift WILD UND HUND Nr. 24/2003 wird in einem Artikel mit der Überschrift »Keine Angst vor der Lust« über die Doktorarbeit eines Jägers berichtet: »Beim Erlegen des Wildes erleben Jäger einen Kick und zu dem sollten sie sich bekennen... Wichtig ist... die Tatsache, dass er (erg. der Jäger) selbst irgendwann sterben wird. In dieser Gewissheit vernichtet der Jäger das Leben eines wilden Tieres. Dabei verschafft er sich unbewusst das Gefühl, die Natur mit ihrer beängstigenden Todesgewissheit zu beherrschen. So ist also die häufig kritisierte ‚Lust am Töten' laut Kühnle nichts anderes als ein ‚hingebungsvolles Streben nach Überwindung des Todes durch Naturbeherrschung'... Dem Jäger geht es nicht um die Vernichtung eines speziellen Tieres, an das er sich herangepirscht hat. Er erlebt aber seinen emotionalen Erfolg, den Kick, nur, wenn es ihm gelingt, das Leben eines speziellen Tieres zu vernichten...«

Auf der Jahrestagung des Forums lebendige Jagdkultur beschreibt Prof. Dr. Gerd Rohmann unter dem Titel: »Neue Gedanken zur Lust an der Lust zwischen Erleben und Erlegen« das Jagderlebnis unter anderem wie folgt: »Den emotionalen Höhepunkt seiner Jagd, den Kick, erlebt der Jäger immer dann, wenn er den todbringenden Schuss auslöst...«  
Beitrag Prof. Dr. Karnowsky, Allianz für Tierrechte zur 79. bundesweiten Demonstration »Natur ohne Jagd«:

1. Hessen zornig: Heute schreiben wir die 32. Geschichte
Ich halte hier ein vor einigen Monaten erschienenes Buch hoch mit dem Titel „Hessen zornig“, (Schwarz, Martin und Sonnenschein, Ulrich (Hrg. ,Hessen zornig, Jonas Verlag Marburg 2007, 160 Seiten), das als Sammelband 31 historisch belegte oder ganz aktuelle Fälle über - wie der Titel schon sagt -, zornige, berechtigte oder unberechtigte Wutausbrüche, Affekthandlungen oder aggressive Entladungen im Hessischen zwischen Kassel und unserem heutigen Kundgebungs-Ort Frankfurt durch eine Reihe von hessischen Autoren schildert.
a) Die hessischen Autoren meinen, hier im Hessenland habe es immer originelle Formen des Protestes gegeben, die im Langzeitgedächtnis der Gesellschaft bleiben und immer wieder die Gesellschaft zum Um- und Nachdenken gezwungen haben. So lese ich es hier aus dem Klappentext wörtlich vor. Ja, die Autoren bemängeln - auch Originalton - dass die hessische Umgebung sich leider oft „hartnäckig taub“ stellte. Ich komme immer wieder hierher - es ist meine dritte Demonstration für eine Natur ohne Jagd in Hessen - , weil ich so zornig auf die Jäger bin und möchte, dass auch unser so häufiger, lautstarker und ethisch fundierter Protest im Hessenland einmal die gleiche Wertung erfährt, wie die oft nicht besonders moralisch hochstehenden Alt-Proteste. Es sind ja oft eher Tumulte wegen mir nachrangig erscheinender Probleme, die in dem Buch geschildert werden; über die zu berichten heute keine Zeit ist.
b) Wir schreiben hier und heute die 32. Geschichte zu dem Buch „Hessen zornig“. Erzählen Sie das bitte gleich heute Abend nach der Rückkehr von der Demonstration in Ihren Heimatstädten. Was fehlt in dem genannten Buch, sind unsere häufigen machtvollen Demonstrationen gerade in Frankfurt für eine Natur ohne Jagd. Sonst ging ich gerade hier in Frankfurt gegen Tierversuche und Pelzhandel auf die Straße. Auch von diesem zentralen Teil eines zornigen Hessen schweigt das Buch.
c) Der Klappentest endet sinngemäß mit einer Schlussfeststellung über den Buchinhalt: Es lohne sich in Hessen zu kämpfen. Da bin ich mit den Autoren der alten Hessen-Proteste einig.
d) Wir werden immer wieder auch in Frankfurt unseren Zorn über die Jäger schöpferisch werden lassen, denn wir von der „Natur ohne Jagd“ können sicher mit dem angeblich durch viele Jahrhunderte so aufmüpfigen Geist der Hessen im 21. Jahrhundert mithalten.

2. Suhrkamps neuer Zweitverlag: Der „Verlag der Weltreligionen“
Kürzlich stellte hier in der Nähe, wo ich gerade rede, in Frankfurt die hiesige Großverlegerin des Suhrkamp Verlages ihren neuen „Verlag der Weltreligionen“ vor - ein möglicherweise zu anspruchsvoller, auch unbescheidener Titel für einen Verlag -, der das ganze Spektrum der Menschheitsreligionen nach und nach in Buchform vorlegen will, und sie sagte sinngemäß, dass das „mythisch-religiöse Potential“ dieser alt-neuen Texte Funken aus der schon legendären Suhrkamp-Buchkultur schlagen werde. Nun, ich glaube nicht, dass eine so neue Ethik gefördert wird, denn die ganze Präsentation zeigte mir eine handliche, pflegeleichte, weichgespülte, knauschfeste Allerweltsethik. Ich denke da auch an Suhrkamps hiesigen Verlagsbeirat Prof. Wolf Singer, den berüchtigten Frankfurter Tierexperimentator. Aber das ist nicht mein heutiges Thema. - Nachdem wir vor einem Monat in Bamberg erlebten, wie Religion in einer Hubertusmessepredigt missbraucht werden kann, um das Vergnügen an der Jagd auch religiös zu überhöhen, wünschen wir jedenfalls von einem Frankfurter „Verlag der Weltreligionen“, dass nicht nur existentielle Fragen wie sie der Tod von Menschen aufwirft (so einseitig die erwähnte Verlegerin Ursula Berkewicz-Unseld kürzlich) behandelt werden, sondern endlich auch der Tod der Tiere in den Blick kommt. Deshalb gibt es glücklicherweise unsere Bewegung für eine Natur ohne Jagd! - Schafft die Jagd ab!  
Dr. Eberhard Schneider, Präsident des Vogelschutzkomitee, berichtet von Erfolgen für den Vogelschutz in Malta (Neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Vogeljagd) und in Spanien ("Aus" für die Barracca-Jagd).
In Deutschland dagegen gibt des derzeit schlimme Missstände in Sachen Vogelschutz, die der Biologe anprangert: Das Vergrämen von Karmoranen (Elterntiere werden von ihren Nestern vertrieben, so dass die ganze Brut eines Jahres stirbt) am Bodensee und in Hessen oder das angekündigte Massaker an Graugänsen in den Münchner Parkanlagen:

Wildgänse sollen eingefangen und getötet werden

Stoppt Gänse-Massaker im Englischen Garten!
Kaum steht Bär Bruno ausgestopft im Museum, wird schon das nächste Problemtier ausgemacht: die wilde Graugans in den Münchner Parkanlagen. Das angebliche Problem: Der Gänsekot auf dem Gras. Die Forderungen sind - nach bayerischer Art - die gleichen: der Tod des »Übeltäters« mit hinterlistigen Methoden. Der Skandal: Die wilden Graugänse sollen während ihrer Mauser im Mai – dann sind sie flugunfähig und daher hilflos – eingefangen und getötet werden. »Jeder weiß, dass die Gänse im Mai Junge haben. Auch die Küken werden ohne die Elterntiere elend sterben«, so Kurt Eicher, Biologe und Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd. - Ist das Münchner Tierschutz im 21. Jahrhundert?

Weil das Wegfangen der für die Jungenaufzucht erforderlichen Elterntiere weder aus Tierschutzgründen noch jagdrechtlich zulässig ist - Graugänse unterliegen ausdrücklich der jagdrechtliche Schonzeit -, soll das Gänse-Massaker im Englischen Garten und im Nymphenburger Schlosspark unter dem Deckmantel der »Wissenschaft« erfolgen: Die bayerische Schlösser- und Seenverwaltung hat eine »Studie« zur Dezimierung der Gänse bei der TU München in Auftrag gegeben.

»Während man überall die Rückkehr und die Lebensbedingungen für die gefiederten Wildtiere fördert, ist dies einigen barocken Gehirnen in München schon wieder zuviel Natur«, so der Heilbronner Biologe Eicher. »Die gleichen Leute, die Wildgänse wegen dem Kot auf dem Rasen umbringen wollen, kaufen hübsch abgepackten Guano-Dünger im Spezialgeschäft.

»Auch die Graugänse in den Parkanlagen Ihrer Stadt sind ein Bestandteil der Biologischen Vielfalt«, so Dr. Eberhard Schneider, Präsident des Vogelschutzkomitee e.V. in einem Protestschreiben an den Münchner Oberbürgermeister Ude. »Diese Biodiversität zu erhalten, ist des erklärte aktuelle Ziel der zivilisierten Bevölkerung Europas. Die Tötung dieser freilebenden und niemandem etwas antuenden Vögel wird diesem Ziel nicht gerecht.«

Wildvögel sind eine wertvolle Bereicherung und Belebung jeder Parkanlagen. Zahlreiche Tierfreunde, insbesondere Vogelfreunde, begrüßen die Anwesenheit der wilden Gänse im Nymphenburger Schlosspark und im Englischen Garten sehr und möchten diese - und andere - Vögel auch in der Zukunft dort erleben.  
Hans-Jürgen Lutz von T.U.N. Tier- und Naturschutz 


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7.6.08: 80. Anti-Jagd-Demo in Mainz / 19.4.08: Anti-Jagd-Demo in Wien