Startseite
Anti-Jagd-Demo Presse
Anti-Jagd-Demo: Teilnehmer
Anti-Jagd-Demo Reden und Grußworte
Anti-Jagd-Demo Bildergalerie
Jagd-Bilder
Natur ohne Jagd: Texte und Artikel
Linkliste
Impressum

23.10.07 in München: Ist Vocke ein Lusttöter?


23.10.2007 vor dem Oberlandesgericht München 



Nach oben

Vocke kneift: Kein Prozess vor Oberlandesgericht

Ist Jägerpräsident Vocke ein Lusttöter?
Vocke kneift: Kein Prozess vor dem Oberlandesgericht

Am 23.10.2007 sollte das Oberlandesgericht München darüber entscheiden, ob die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Frage stellen darf: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« Doch einen Tag vor dem Prozess zog Vocke zurück - der Verhandlungstermin wurde abgesetzt. Die Demonstration der Tierschützer vor dem Gericht in der Prielmayerstr. 5 fand Uhr dennoch statt.

Bilder von der Demo vor dem Oberlandesgericht

»Jägerpräsident Vocke:
Im Wald schießt er lustvoll und toll, vor Gericht hat er die Hosen voll!«

So feige wie die Jäger die Tiere im Wald abknallen, so feige sind sie vor Gericht. Jäger fühlen sich nur im Wald stark, wenn sie mit der Waffe in der Hand auf wehrlose, unschuldige Tiere schießen - feige und aus dem Hinterhalt heraus. Doch die Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit und vor Gericht scheut der Jägerpräsident. Er erscheint erst gar nicht vor Gericht.

»Jägerpräsident Vocke gibt selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«

In der Jägerzeitung »Jagd in Bayern« stellte der Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke fest: »Natürlich ist uns Jägern... eine erfolgreiche Pirsch, ein erlegter Bock oder ein Wildschweinbraten eine große Freude. Die Jagd ist nicht nur Dienst und Pflicht, sie ist Passion und Glück.«

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd schrieb daraufhin in einem Flugblatt an Vocke: »Wissen Sie denn nicht, dass ‚Passion' auf deutsch ‚Leidenschaft' und ‚Lust' heißt? Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Daraus ergab sich die Frage, die über dem Flugblatt stand: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« - Daraufhin zog Vocke vor Gericht...

Ob man die Frage »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« überhaupt stellen darf, beschäftigte schon zwei Gerichte. Das Landgericht München II hielt sie für zulässig. Das Landgericht München I untersagte sie, erlaubte aber gleichzeitig, dem Jägerpräsidenten in einem Flugblatt mitzuteilen: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Das Ergebnis war paradox. Man durfte Vocke nachsagen, dass er zugibt, aus Lust Tiere zu töten, aber man durfte nicht fragen, ob er ein Lusttöter sei. Die Öffentlichkeit nahm dieses Ergebnis zum Teil kopfschüttelnd zur Kenntnis, wie sich aus zahlreichen Presseartikeln und einer ausführlichen Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks ergibt. Die Jagdgegner legten gegen das Verbot, Vocke als »Lusttöter« zu bezeichnen, Berufung ein.

Die Berufungsverhandlung sollte am 23. Oktober 2007 um 11.30 Uhr vor dem Oberlandesgericht München stattfinden. Doch am 22. Oktober nahm Vocke seinen Antrag auf Erlass einer Unterlassungsverfügung gegen Kurt Eicher von der Initiative zur Abschaffung der Jagd zurück. Damit wird die Entscheidung, mit der Kurt Eicher untersagt wurde, öffentlich die Frage zu stellen: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« wirkungslos.

Dieses Prozessergebnis, bei dem der Schnellschuss des Jägerpräsidenten vor Gericht zum Rohrkrepierer wurde, ist ein bedeutsamer Sieg der bundesdeutschen Anti-Jagd-Bewegung. »Jetzt darf man gegenüber den Jägern die Dinge endlich beim Namen nennen und den obersten Repräsentanten der bayerischen Jäger auf sein blutiges Hobby nachhaltig ansprechen. Das Jägerlatein, mit dem der Blutsport der Lusttöter ökologisch verbrämt wird, wird von immer mehr Menschen durchschaut, die über den Jagdterror in Feld und Wald empört sind«, so Kurt Eicher, Sprecher der Jagdgegner.



Nach oben



Nach oben



Nach oben

Informations-Handzettel


Dieser Informations-Handzettel wurde während der Demonstation verteilt



Nach oben




Nach oben




Nach oben




Nach oben



Nach oben

3.11.07 in Hannover: 73. Anti-Jagd-Demo / 6.10.07 in Hamburg: 6 Jahre Anti-Jagd-Demo!