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1.12.07 in München: Stoppt die Lusttöter!

74. bundesweite Demonstration Natur ohne Jagd


Am ersten Adventssamstag zogen Tier- und Naturschützer aus ganz Deutschland vom Odeonsplatz über die Maximilianstraße bis vor den Bayerischen Landtag. Auch aus Österreich und sogar aus Spanien waren Jagdgegner angereist.



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Bereits zum 5. Mal in diesem Jahr demonstrierten die bundesdeutschen Jagdgegner in der bayerischen Landeshauptstadt gegen die »Lusttöter« in Wald und Flur - sehr zum Leidwesen der bayerischen Jäger und ihres Präsidenten, dem Landtagsabgeordneten Jürgen Vocke.



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Die 74. bundesweite Anti-Jagd-Demo startete auf dem Odeonsplatz. Die Demonstration zog über die Maximilianstraße bis vor den Bayerischen Landtag.



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Bär Bruno führte den Protestmarsch an. Schwarzgekleidete Sargträger trugen symbolisch die Opfer des Jagdterrors zu Grabe: jährlich über 5 Millionen Wildtiere, ca. 300.000 Hauskatzen, ca. 40.000 Hunde, ca. Menschen.



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Wildtiere vor dem Bayerischen Landtag Das Aktionsbündnis "Natur ohne Jagd" hat an den bayerischen Ministerpräsidenten, den bayerischen landwirtschaftsminister und an alle Landtagsabgeordenten die "Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze" und "Konzepte für eine Natur ohne Jagd" geschickt. Bei der Kundgebung vor dem Landtag wurde diesen Forderungen Nachdruck verliehen.



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lesen: Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze und Konzepte für eine Natur ohne Jagd



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Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?

Jägerpräsident Vocke hatte der 66. Demonstration »Natur ohne Jagd« am 31. März in München das Editorial in der Jägerzeitschrift »Jagd in Bayern« gewidmet. Besonders über das Wort »Lusttöter« regte sich der Jägerpräsident auf, stellte aber wenige Zeilen weiter fest: »Natürlich ist uns Jägern... eine erfolgreiche Pirsch, ein erlegter Bock oder ein Wildschweinbraten eine große Freude. Die Jagd ist nicht nur Dienst und Pflicht, sie ist Passion und Glück.« Die Initiative zur Abschaffung der Jagd schrieb daraufhin in einem Flugblatt an Vocke: »Wissen Sie denn nicht, dass ‚Passion' auf deutsch ‚Leidenschaft' und ‚Lust' heißt? Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Daraus ergab sich die Frage, die über dem Flugblatt stand: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« - Daraufhin zog Vocke vor Gericht...

»Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?«

Ob man diese Frage stellen darf, beschäftigte schon zwei Gerichte. Das Landgericht München II hielt sie für zulässig. Das Landgericht München I untersagte sie, erlaubte aber gleichzeitig, dem Jägerpräsidenten in einem Flugblatt mitzuteilen: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.« Das Ergebnis war paradox: Man durfte Vocke nachsagen, dass er zugibt, aus Lust Tiere zu töten, aber man durfte nicht fragen, ob er ein Lusttöter sei.
Ende Oktober sollte das Oberlandesgericht München darüber entscheiden, ob die Initiative zur Abschaffung der Jagd fragen darf: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« Doch einen Tag vor dem Prozess zog Vocke zurück - der Verhandlungstermin wurde abgesetzt. Damit dürfen die Jagdgegner weiterhin öffentlich die Frage stellen: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« Das Prozessergebnis ist ein bedeutsamer Sieg der bundesdeutschen Anti-Jagd-Bewegung. »Jetzt darf man gegenüber den Jägern die Dinge endlich beim Namen nennen und den obersten Repräsentanten der bayerischen Jäger auf sein blutiges Hobby nachhaltig ansprechen. Das Jägerlatein, mit dem der Blutsport der Lusttöter ökologisch verbrämt wird, wird von immer mehr Menschen durchschaut, die über den Jagdterror in Feld und Wald empört sind«, so Kurt Eicher, Sprecher der Jagdgegner.



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lesen: Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter? (Flyer als pdf-download)



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Dieser Informations-Handzettel wurde während der Demonstation verteilt



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Impressionen von der 74. Anti-Jagd-Demo

Start auf dem Münchner Odeonsplatz 
Kurt Eicher begrüßt die Tier- und Naturschützer, die aus allen Teilen Deutschlands, aus Österreich und sogar aus Barcelona in Spanien angereist sind, um den Tieren ihre Stimme zu geben. 
Kundgebung am Max II-Denkmal vor dem Bayerischen Landtag: Kurt Eicher fordert von den Politikern die Verabschiedung tierfreundlicher Jagdgesetze

lesen: Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze und Konzepte für eine Natur ohne Jagd  
Vor dem Landtag wurde auch die Frage gestellt:
Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?
und vom Lusttöter-Prozess um Jägerpräsident Vocke berichtet
Flyer als pdf-downloaden  
Rückkehr auf den Odeonsplatz 
Kurt Eicher, Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd fordert eine Änderung der Landesjagdgesetze:

Infolge eines sich weiterentwickelnden Erkenntnis- und Forschungsstandes in der Ökologie und Wildbiologie sowie einer sich verändernden Einstellung vieler Menschen zu Natur und Tieren geraten Jagd und Jäger zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik. Ökologen weisen darauf hin, dass die Jagd auch in der uns heute umgebenden Kulturlandschaft keineswegs erforderlich ist und überdies oftmals zu einer Gefährung von Tierpopulationen und ihren Lebensräumen führt. Tierschützer machen geltend, dass viele Regelungen der Jagdgesetzgebung nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar sind, seitdem der Tierschutz zum Staatsziel erhoben wurde.
Die guten Erfahrungen, die andernorts mit teilweisen oder völligen Jagdverboten gemacht wurden, lassen es umso unverständlicher erscheinen, dass moderne Konzepte für den Umgang mit der Natur und den in ihr lebenden Tieren scheinbar noch keinen Eingang in die deutsche Gesetzgebung gefunden haben.
 
lesen: Forderungen für eine Novellierung der Landesjagdgesetze und Konzepte für eine Natur ohne Jagd  
Performance: Treibjagd auf dem Odeonsplatz 
Jäger schießen Wildtiere, Haustiere und Menschen


Jäger schießen auf Wildtiere: Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand

In Deutschland werden jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere erschossen, erschlagen oder in Fallen grausam getötet. 5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

Jäger schießen auf Haustiere: Jedes Jahr sterben 300.000 Katzen und 40.000 Hunde

Was viele nicht wissen: In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa 300.000 Hauskatzen und an die 40.000 Hunde von Jägern erschossen, erschlagen oder in Fallen gefangen.

Jäger schießen auf Menschen: Jedes Jahr etwa 40 Tote

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden musste. Opfer wurden sowohl Jägerkollegen und Treiber, aber auch die Ehefrau und die Kinder von Jägern, der Schwager, sowie Nachbarn, Spaziergänger, Bergwanderer, Mountainbiker, Bärlauchsammler oder spielende Kinder. Den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften werden jährlich über 800 Jagdunfälle gemeldet, wobei diese Zahl sicherlich nur die Spitze des Eisbergs ist.  
In der vergangenen Woche ging folgende Meldung durch die Nachrichten: Der vor eineinhalb Jahren in Bayern abgeschossene Braunbär Bruno bekommt seine letzte Heimat im Münchner Museum Mensch und Natur in Schloss Nymphenburg. "Damit ist der Bär würdig präsentiert", sagte Umweltminister Otmar Bernhard (CSU).

Julia Brunke von der Redaktion des Magazins "Freiheit für Tiere" stellte die Frage:

Wer erschoss Bär Bruno?
Warum werden Namen der Bruno-Töter werden wie Staatsgeheimnis gehütet?

Als Bär Bruno im Frühsommer 2006 erschossen wurde, war die Empörung im In- und Ausland riesengroß. Tierfreunde demonstrierten gegen den Bärenmord, die bayerische Staatsregierung beeilte sich, die Leiche des Bären an einem geheimen Ort auf Eis legen zu lassen. Auch eineinhalb Jahre später gibt es viele, viele Fragezeichen: Wer hat Bär Bruno erschossen? Warum wurde ein Video gestohlen, auf dem die Bruno-Töter zu sehen waren? Warum werden die Namen der Bruno-Töter bis heute wie ein Staatsgeheimnis gehütet? Der Bär, ein international streng geschütztes Tier, bekam in Bayern keinen Schutz - aber seine Mörder!

»Der Bär starb im Kugelhagel - Geheimakte Bruno« war die große Schlagzeile der BILD-Zeitung Mitte Oktober 2007. Am 25. Juni 2006 wurde Bär Bruno auf der Spitzingalm gesehen. Kaum hatte Skandalminister Schnappauf Bruno zum Abschuss freigegeben, war er auch schon erschossen - angeblich bestand das Abschuss-Kommando des Landratsamts Miesbach aus drei Schützen. Zufällig lichtete ein Münchner Filmemacher die Bruno-Jäger ab. Wenige Tage später wurde unter mysteriösen Umständen in seine Wohnung eingebrochen und die Aufnahmen wurden gestohlen. Niemand traut sich, die Namen der Bruno-Töter preis zu geben. Journalisten, denen die Namen bekannt wurden, schweigen - vor wem haben sie Angst? Wer setzt sie unter Druck?

Welche Rolle spielte der bayerische Landtagsabgeordnete und Jägerpräsident Vocke beim Abschuss des Bären Bruno? Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 3.11.2006 über die Klage von Rechtsanwalt Riechwald gegen den Abschuss: »Vor allem der Präsident des Landesjagdverbandes, Vocke, spiele in diesem Zusammenhang eine äußerst unrühmliche Rolle.«  
lesen: Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter? (Flyer als pdf-download)  
Dr. Christian Nittmann aus Wien berichtet von den Aktionen der Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich
www.abschaffung-der-jagd.at 
Rechtsanwalt Dominik Storr berichtet von der Bürgerbewegung "Zwangsbejagung ade"
www.zwangsbejagung-ade.de

Schluss mit der Hobbyjagd auf Grundstücken gegen den Willen der Grundeigentümes!

Immer mehr Grundstückseigentümer möchten ihre Grundstücke nicht länger den Jägern zur Ausübung ihres blutigen Hobbys überlassen. Doch nur mit bloßen Absichtserklärungen ist es leider nicht getan. Damit aber auch in Deutschland die Menschenrechte in dieser Angelegenheit respektiert werden, gilt es Behörden, Gerichte und nicht zuletzt den Gesetzgeber von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte auch hierzulande in geltendes Recht umzusetzen ist!

Nachdem der Gerichtshof im Jahr 2007 erneut entschieden hat, dass es Eigentümern kleinerer Grundstücke in einer demokratischen Gesellschaft nicht zugemutet werden kann, die Hobbyjagd auf ihren Grundstücken gegen ihren Willen zu dulden (Urteil vom 10.07.2007 – Gesuch 2113/04 - Schneider ./. Luxemburg), ist es an der Zeit, Kräfte zu bündeln und möglichst viele Klageverfahren auf den Weg zu bringen.

Lesen Sie dazu:
Musterklage vor Verwaltungsgericht 2007


 


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22.12.07 in Trient: Fackelzug für Bärin Jurka / 9.11.07 in Stuttgart: Hubertus-Demo