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20.8.07 in München: Sind Jäger Lustttöter?

Mo., 20.8.: Demo in München

Haben Jäger Lust am Töten?

Gericht entscheidet:
Jägerpräsident Vocke darf nicht als »Lusttöter« bezeichnet werden.

Aber erlaubt ist: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«

Weil die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Frage aufwarf: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?«, hat er Unterlassungsklage erhoben, über die am Montag, den 20.8.2007, vor dem Landgericht München 1 verhandelt wurde.

Ab 10 Uhr fand vor dem Gericht eine Demonstration von Tier- und Naturschützern aus Deutschland und dem benachbarten Ausland statt.
Der Demonstration der Initiative zur Abschaffung der Jagd schlossen sich Vertreter weiterer Tier- und Naturschutzorganisationen an: von der internationalen Tierrechtsorganisation PETA, dem Verein Natur ohne Jagd e.V., der Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade«, den Tierversuchsgegnern Dachau, dem Verein RespekTiere aus Salzburg/Österreich, »No alla Caccia« aus Italien u.a.

Hintergrund

Bilder von der Demonstration



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Hintergrund zur Demo am 20.8.

Ausgangspunkt waren die Forderungen von Tier- und Naturschützern bei der 66. Demonstration »Natur ohne Jagd« am 31. 2007 in München anlässlich der Jägermesse »Jagen und Fischen.
Link zum pdf-download
Unter der Überschrift »Absurde Anti-Jagd-Demonstrationen« schrieb er wörtlich:
»Wie fern und abseits erscheinen da die Ausfälle radikaler Jagdgegner, die in den Jägern "Lusttöter" sehen und in der Jagd einen "Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust".« Anmerkung: Letztes ist nicht das Zitat eines Jagdgegners, sondern von dem renommierten Psychoanalytiker und Jäger Paul Parin aus seinem Buch »Die Leidenschaft des Jägers«. mehr dazu
»Doch wir lassen uns die Freude an der Jagd nicht nehmen! ...Natürlich ist uns Jägern ein schöner Anblick, eine erfolgreiche Pirsch, ein erlegter Bock oder ein Wildschweinbraten eine große Freude. Die Jagd ist nicht nur Dienst und Pflicht, sie ist Passion...« Link zum pdf-download

Die Initiative zur Abschaffung der Jagd von Kurt Eicher reagierte darauf mit einem Handzettel, in dem sie Herrn Vocke die Frage stellte: »Wissen Sie denn nicht, das »Passion« auf deutsch »Leidenschaft« und »Lust« heißt? Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten.«
Der Handzettel mit Überschrift: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?« wurde bei der 69. bundesweiten Demonstration »Natur ohne Jagd« am 7.7.2007 in München verteilt.
Pressemeldung lesen Presseecho

Daraufhin schickte Vocke dem Jagdgegner Kurt Eicher per Anwalt eine Unterlassungsaufforderung: Er wehrte sich gegen Satz »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten« und die Frage: »Ist Landtagsabgeordneter Vocke ein Lusttöter?«

Das Landgericht München entschied am 20.8.2007:
In Bezug auf den Jägerpräsidenten Vocke darf man diese Frage nicht stellen.
Nicht beanstandet wurde: »Sie geben also selbst zu, aus Lust Tiere zu töten«.


Ab 10 Uhr demonstrierten Tier- und Naturschützer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland vor dem Gericht.

Der Demonstration der Initiative zur Abschaffung der Jagd schlossen sich Vertreter weiterer Tier- und Naturschutzorganisationen an: von der internationalen Tierrechtsorganisation PETA, dem Verein Natur ohne Jagd e.V., der Bürgerbewegung »Zwangsbejagung ade«, den Tierversuchsgegnern Dachau, dem Verein RespekTiere aus Salzburg/Österreich, »No alla Caccia« aus Italien u.a.

Bilder von der Demonstration



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Das Zitat von Paul Parin

»Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust« - dieses Zitat, das Vocke in der Jägerzeitung »Jagd in Bayern« 6/2007 Tierschützern in die Schuhe schiebt, stammt von einem Jäger: von Paul Parin, Neurologe, mehrfach ausgezeichneter Psychoanalytiker und Schriftsteller, Ehrendoktor der Universität Klagenfurt.

Ob diese Aussage wirklich zutrifft, können wir als Nicht-Jäger nicht beurteilen. Jedenfalls schreibt Parin in seinem Buch »Die Leidenschaft des Jägers« über die Leidenschaft, die Passion, das Jagdfieber folgendes:

»Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird... Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt - um ein Fieber eben - geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.« (Paul Parin: Die Leidenschaft des Jägers, Hamburg, 2003).
Jeder Zeitgenosse muss sich selbst ein Bild darüber machen, ob es wirklich so ist.



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23.10.07: Prozess um Jägerpräsident Vocke / 4.8.07: 70. Demo »Natur ohne Jagd« in Mainz